LED-Lampen kaufen und Energie sparen: Worauf Verbraucher achten sollt

Glühlampen durch LED-Lampen zu ersetzen, macht auf jeden Fall Sinn, da Verbraucher  mit LED-Lampen viel Energie sparen und somit ihre Stromkosten senken können. Allerdings gestaltet sich die Auswahl einer LED-Lampe schwieriger als der Kauf einer Glühbirne. Während bei letzterer nur die Wattzahl und die Fassung von Bedeutung waren, gibt es beim LED-Lampen-Kauf noch weitere Aspekte zu beachten, die insbesondere die Qualität des Leuchtmittels beeinflussen.

Beim Neukauf einer LED-Leuchte gehört das Leuchtmittel meist zum Lieferumfang

Wie das Angebot von livingo.de zeigt, gibt es LED-Leuchten in unzähligen Designs und für die verschiedensten Einsatzbereiche:
◾Deckenleuchten
◾Strahler
◾Hängeleuchten
◾Einbauleuchten
◾Spots
◾Fluter
◾Stehleuchten
◾Pendelleuchten

Verbraucher, die sich eine komplett neue Leuchte kaufen, müssen sich meist zunächst keine Gedanken über die Auswahl des Leuchtmittels machen, weil es oftmals in der Lieferung enthalten ist. Anders verhält es sich, wenn bei einer bestehenden Leuchte zum Beispiel die alte Glühbirne durch eine LED-Lampe ausgetauscht werden soll oder wenn das LED-Leuchtmittel nach einiger Zeit seinen Dienst versagt. Dann gibt es einige Aspekte, die beim Kauf der neuen LED-Leuchte beachtet werden sollten.

LED-Lampen – Wichtige Auswahlkriterien

Interessant ist zum Beispiel der Lumen-Wert, der auf der Verpackung angegeben ist. Er gibt die Leuchtstärke der LED-Lampen an. Je höher der Lumen-Wert ist, desto heller sind die Lampen. Eine LED-Lampe mit 700 Lumen strahlt so hell wie eine Glühbirne mit 60 Watt. Wichtig ist zudem die sogenannte Farbtemperatur, die in Kelvin angegeben wird. Dabei bedeuten höhere Werte ein kühles Licht, während das angenehme warmweiße Licht, das die meisten Menschen bevorzugen, bei Farbtemperaturen von 2700 bis 3000 Kelvin ausgesandt wird. Von Bedeutung ist außerdem der Abstrahlwinkel. Er bezeichnet den Bereich, in dem der Lichtstrahl noch wenigstens die Hälfte seiner maximalen Lichtstärke erzielt. Hier gibt es je nach Einsatzbereich große Unterschiede: 35 Grad reichen für einen Spot aus, während es für eine Raumausleuchtung 120 Grad sein sollten. Verbraucher sollten sich vor dem Kauf auch darüber informieren, ob das LED-Leuchtmittel dimmbar ist.

Lebensdauer der LED

Da LEDs nicht gerade preiswert sind, ist eine lange Lebensdauer umso wichtiger. Im Vergleich zur Glühbirne hält die LED-Lampe zwar deutlich länger, allerdings gibt es von Lampe zu Lampe Unterschiede. Die meisten Hersteller geben eine Lebensdauer an, die deutlich über der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren liegt. Typisch ist, dass die Betriebsstunden zwischen 10.000 und 20.000 liegen. Einige Hersteller werben mit bis zu 40.000 Betriebsstunden. Dementsprechend können die LED-Leuchtmittel viele Jahre lang genutzt werden. Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass LEDs als Elektronikschrott entsorgt werden müssen, weil sie mit elektronischen Bauteilen kombiniert werden, um die Spannung und die Stromstärke zu begrenzen.

Es gibt bei LED-Leuchtmitteln Qualitätsunterschiede

Darüber hinaus gibt es noch weitere Aspekte, durch die sich gute LED-Leuchtmittel von minderwertigen Produkten unterscheiden. Das betrifft zum Beispiel die Geschwindigkeit, in der die Lampe an Lichtstärke einbüßt. Genauso wie jedes andere elektrische Leuchtmittel verliert auch die LED nach einer Weile einen Teil der Leuchtkraft. Deshalb ist es für Verbraucher auch schwer, die Angabe, die die Hersteller zu den Betriebsstunden machen, nachzuprüfen. In den Datenblättern der Hersteller sind deshalb meist zwei Werte angegeben:
1.Die prozentuale Leistung bei Erreichen der maximalen Betriebsstunden
2.Die Ausfallrate, also die Anzahl der LEDs, die bis zum Erreichen der maximalen Betriebsstunden ausfallen können

Ein Beispiel hierfür wäre die Angabe L70/B10. Sie bedeutet, dass die Leuchtstärke bei Erreichen der maximalen Betriebsstunden noch 70 Prozent beträgt und jede zehnte LED bis zu diesem Zeitpunkt ausfallen kann. Die Angabe L50/B50 hingegen würde bedeuten, dass sich nach Erreichen der maximalen Betriebsstunden die Leuchtstärke halbiert hätte und die Hälfte der LEDs ausfallen könnte. Daher lohnt sich immer ein Blick in die Datenblätter.