Nachwachsende Rohstoffe (Biomasse)

nachwachsende Rohstoffe - BiomasseNachwachsende Rohstoffe (Biomasse) zählen zu den regenerativen Energieträgern. D.h. sie stehen nach menschlichen Ermessen unendlich lange zur Verfügung. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, die nur begrenzt vorhanden sind, beeinflussen nachwachsende Rohstoffe den Kohlenstoffkreislauf nicht, da diese in den natürlichen Kreislauf eingebunden sind. Zu den nachwachsenden Rohstoffen zählen alle Pflanzen, die für die Energiegewinnung in Frage kommen.




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Nachwachsende Rohstoffe: Arten und Verwendung

Die typischen Beispiele für nachwachsende Rohstoffe sind Raps, Soja, Sonnenblume und Palme. Aus ihnen wird vor allem Pflanzenöl gewonnen. Dieses kann sowohl für die Zubereitung von Essen als auch für die Herstellung von pflanzlichem Treibstoff verwendet werden. Die Vorteile dieses Kraftstoffes bestehen in seiner Erneuerbarkeit und im geringeren Gehalt an Schadstoffen im Auspuff. Diese Vorteile bedingten die Verbreitung von Biokraftstoff, der auch in Kraftwerken mit Dieselantrieb verwendet werden kann, in der EU. Doch auch die Möglichkeit, nachwachsende Rohstoffe in der Nahungs- und Chemieindustrie zu verwenden, führte zur Verbreitung der Nutzpflanzen, die zum Beispiel in Deutschland 17 % der gesamten Ackerfläche in Anspruch nehmen. Die Biomasse, die nachwachsende Rohstoffe produzieren, kann beim Verbrennen zur Gewinnung von Biogas führen, was für Länder, die keine Naturgasvorräte haben, ein Vorteil ist. Allerdings führt das Verbrennen der Biomasse auch zur Bildung zahlreicher Schadstoffe, sodass die vollständige Ersatz des Naturgases durch nachwachsende Rohstoffe nicht in Frage kommt.




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Holz als nachwachsender Rohstoff

Zu nachwachsenden Rohstoffen gehören auch Holz und Holzkohle. Doch während normales Holz seine Verwendung sowohl als Brennstoff als auch als Material für die Herstellung von Möbel und Papier ermöglicht, wird Holzkohle ausschließlich als Brennstoff verwendet. Allerdings wird diese Art von Treibstoff immer seltener verwendet, weil Bäume nicht so schnell wie Nutzpflanzen nachwachsen, sodass die Gefahr des Waldschwundes besteht.

Biomasse: Die Top-3

Zu den Top-3 der am weitesten verbreiteten nachwachsenden Rohstoffe gehören auch Zuckerrübe und Mais. Denn diese Pflanzen findet breite Verwendung in der Lebensmittelindustrie. Auch in der Herstellung von chemischen und kosmetischen Produkten finden sie breite Verwendung wegen in ihnen enthaltener Stärke. Und anders als im Beispiel Palme können diese Pflanzen auch in Mittel- und auch Osteuropa angebaut werden. Daher haben sich zum Beispiel solche Länder wie die Ukraine auf den Anbau der Zuckerrüben spezialisiert, während Ungarn vermehrt Mais anbaut. Das macht sie für die wichtigsten Lieferanten von Zuckerrübe und Mais für die EU.




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