Nachtstromheizungen

NachtstromheizungenNachtstromheizungen auch Nachtspeicherheizungen genannt, sind elektrisch betriebene Heizungen, die den billigen Strom in Schwachlastzeiten in Wärmeenergie umsetzen und speichern. Bei Bedarf kann die gespeicherte Wärmeenergie abgerufen werden. Bei Nachtstromheizungen oder auch bei einer Nachtspeicherheizung handelt es sich um eine elektrische Heizung, bei der ein Wärmespeicher in den schwachen Lastzeiten durch die günstigere elektrische Energie beheizt wird. Der dort zum Einsatz kommende Niedertarifstrom wird auch allgemein als Nachstrom bezeichnet.




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Bei den Nachtstromheizungen wird in den Schwachlastphasen in der Nacht und auch teilweise am Nachmittag der elektrische Strom dafür verwendet, die Speicherheizöfen aufzuladen. Dort wird dann die Wärme einige Stunden gespeichert.

Die Durchführung der Nutzung

Um den Niedertarifstrom nutzen zu können, wird ein spezieller Stromzähler mit zwei unterschiedlichen Zählwerken für Niedertarif (Nachstrom) und Hochtarif (Normaltarif) sowie eine entsprechend Einrichtung zur Tarifumschaltung benötigt. Von den jeweiligen Energieversorgungsunternehmen erfolgt dann die Umschaltung entweder mit einer Tonfrequenz Rundsteuertechnik oder über den Langwellenfunk (auch als Funkrundsteuertechnik bezeichnet). Die Umschaltung wird in der Regel ferngesteuert durchgeführt.

Die unterschiedlichen Nachtstromheizungen

Der Zimmerofen (ein Einzelspeichergerät)

Hierbei handelt es sich um ein wärmeisoliertes sowie elektrisch betriebenes Heizgerät, das Formsteine mit einem hohen Magnesitgehalt als Wärmespeicher enthält. Hier kann der Speicherkern Temperaturen von bis zu 650 Grad Celsius aushalten. Dabei wird die Wärme in Form von Wärmestrahlung und Konvektion in den jeweiligen Raum abgegeben.




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Feststoff-Zentralspeicher für Warmwasserzentralheizung

Rein von der Funktionsweise her ist diese Ausführung mit dem Zimmerofen vergleichbar. Im Unterbau des Zentralspeichers ist jedoch ein Luft-Wasser-Wärmeüberträger vorhanden. Darüber wird in einem geschlossenen Luftkreislauf in den vorhandenen Luftkanälen die erwärmte Luft geführt. Im nächsten Schritt wird dann die Luft von einem Ventilator durch die vorhandenen Luftkanäle in den Speichersteinaufbau geblasen, den Speichersteinen wird Wärme entzogen und beim Durchlauf durch den Wärmeüberträger wird das Wasser in der Zentralheizung erwärmt. Von dort aus wird dann mit Hilfe einer Umwälzpumpe das warme Heizungswasser durch die Heizkörper geleitet und kommt dann zum Wärmeüberträger wieder zurück.

Elektrische Fußboden-Nachtspeicherheizung

Hierbei erfolgt mit Hilfe von verlegten Widerstandsdrähten, welche in verschweißten Kunststofffolien in den Matten fixiert sind, das Aufheizen des Estrichs. Auf dem Estrich können dann Fliesen oder Teppichböden etc. verlegt werden.




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