Fenster als Faktor der Energiesanierung

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Der Einbau neuer Fenster ist mit Kosten verbunden, deren Summe bei mehreren Exemplaren eine beträchtliche Investition darstellt. Bei einem Komplettaustausch kommt schnell eine fünfstellige Summe zusammen. Sollen es besonders hochwertige Fenster sein, wird die Angelegenheit noch kostspieliger.
Steht die Anschaffung neuer Fenster in Zusammenhang mit einer energetischen Sanierung, fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Kauf in Form von Zuschüssen oder besonders günstigen Krediten. Entsprechende Anträge sollten frühzeitig gestellt werden, da die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nimmt. Oft muss eine Energieberatung durch einen Sachverständigen erfolgen.

Bei der großen Auswahl an Fenstern wie sie unter anderem hier angeboten wird, ist es schwierig, die richtige Kaufentscheidung zu treffen. 3-fach verglaste Fenster erfüllen derzeit höchste Standards, was Energie sparen und Lärmschutz betrifft. Sie lassen (einen fachgerechten Einbau vorausgesetzt) nahezu keine Zugluft durch. Daher wird in Neubauten im Zuges des Fenstereinbaus in der Regel ein Belüftungssystem installiert, um einer Schimmelbildung entgegenzuwirken. Für Altbauten werden 3-fach verglaste Fenster häufig nicht empfohlen, eben weil sie keinen Luftaustausch zulassen. Doch eine mehrmals am Tag durchgeführte Quer- oder Stoßlüftung sollte genügen, um die Bildung von Schimmel zu verhindern.

Fenster mit 3-facher Verglasung haben mehr Gewicht als vergleichbare Modelle mit Doppelverglasung. Das liegt daran, dass hier mit der zusätzlichen Scheibe Glas mehr Material verbaut wurde. Eine gewöhnlich stabile Fassade sollte das Mehrgewicht jedoch ohne weiteres aushalten. Im Zweifelsfall empfiehlt sich das Gespräch mit einem fachkundigen Berater, der die Gegebenheiten vor Ort prüft. Da die Oberflächentemperatur bei 3-fach verglasten Fenstern höher ist, sorgen diese Modelle nach herrschender Meinung für ein angenehmeres Wohnklima als Produkte mit Doppelverglasung.

Dachzimmer haben die Eigenschaft, sich im Sommer stark aufzuheizen. Für Dachfenster gibt es spezielle Jalousien, die einer übermäßigen Sonneneinstrahlung entgegenwirken.
Einen zusätzlichen Schutz gegen Wärmeverlust bieten neben Jalousien oder Plissees auch Schutzfolien. Folien mit Spiegeleffekt bieten zudem auch bei geöffneten Vorhängen einen Schutz vor neugierigen Blicken.

Bei der nachträglichen Montage einer Sonnenschutzfolie ist darauf zu achten, dass sie einen möglichst niedrigen Absorptionsgrad haben. Denn je höher dieser Wert ist, umso mehr Wärmestrahlung nimmt die Folie auf, um sie dann an die Fensterscheibe abzugeben. Bei einer übermäßig hohen Wärmeabgabe besteht die Gefahr eines Scheibenbruchs. Größere Scheiben sind hier mehr gefährdet als kleine, da bei Letzteren wegen der Wärmeleitung innerhalb des Glases kein derart hoher Temperaturunterschied auftreten kann, der zu einem Spannungsbruch führt. Für gewöhnlich erfolgt die Montage der Sonnenschutzfolie von außen, wobei für ältere Modelle auch eine Innenmontage angeboten wird.