Passivhaus

Passivhaus NiedrigenergiehausEin Passivhaus ist dadurch gekennzeichnet, dass es über keine Heizungsanlage im eigentlichen Sinn verfügt und dessen Jahresheizwärmebedarf weniger als 15KWh/(m²a) beträgt. Durch konsequente Isolierung des Hauses kann das Passivhaus alleine durch Sonnenstrahlung, im Haus befindliche Geräte (Herd, Kühlschrank usw.) und Personen beheizt werden. Über Wärmetauscher und ein spezielles Lüftungssystem wird das Passivhaus klimatisiert. Dabei wird die im Passivhaus befindliche Luft alle 4 Stunden komplett ausgetauscht. Der Heizenergieverbrauch eines Passivhauses beträgt etwa 1/20 dessen, was konventionell errichtete Häuser benötigen.




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Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude, welches aufgrund seiner guten Wärmedämmung und durch den Einsatz eines Wärmetauschers Verluste von Lüftungswärme vermeidet. Ebenso wird normalerweise keine normale Gebäudeheizung benötigt. Bei diesen Häusern wird der größte Teil des Wärmebedarfs aus der Sonneneinstrahlung sowie der Abwärme von Personen, die sich in einem solchen Haus aufhalten, sowie technischen Geräten abgedeckt.

Zertifizierungskriterien für ein Passivhaus

Auch für ein Passivhaus oder ein Niedrigenergiehaus gibt es entsprechende Zertifizierungskriterien. Ein solches Haus darf gemäß den Zertifizierungskriterien vom Passivhausinstitut Darmstadt einen Bedarf an Heizwärme von 15 Kilowattstunden (dies entspricht einem Energiegehalt von ungefähr 1,5 Liter Heizöl) je Quadratmeter pro Jahr nicht übersteigen. Dabei darf die maximal zulässige Heizlast 10W/Quadratmeter nicht überstiegen werden und dies muss auch im Winter gewährleistet sein.




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Ein Passivhaus wird auch in Form von Grenzwerten aus den Bereichen des Primärenergiebedarfs von 120kwH (Quadratmeter x a), des maximalen Wirkungsgrades sowie der Luftdichtheit definiert.

Die Vorteile von einem Niedrigenergiehaus

Konstante Innentemperatur

Eine solche konstante Innentemperatur gibt das komplett über das ganze Jahr gesehen, ebenso über einen Tag oder für die einzelnen Räume. Dabei ändert sich die Innentemperatur nur sehr langsam, zum Beispiel bei ausgeschalteter Heizung sind dies weniger als 0,5 Grad am Tag (auch im Winter, wenn es keine Sonne gibt). Dabei verfügen alle Böden und Wände über dieselbe Temperatur bis hin zum Keller, wenn sich dieser ebenfalls im Bereich der thermischen Hülle befindet. Die Fußböden und Außenwände sind nicht kalt und somit ist auch eine Schimmelbildung ausgeschlossen.

Luftqualität

Durch eine kontrollierte Wohnrumlüftung in einem solchen Haus entsteht mit Hilfe von Luftfiltern eine bessere Luftqualität bei der Raumluft, wenn man diese mit der Außenlust vergleicht. Die hier entstandene Luftqualität ersetzt auch teilweise das zusätzliche Lüften.




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Kosten für ein Passivhaus

Die Kosten für einen Neubau eines solchen Hauses liegen erfahrungsgemäß zwischen 5 bis 15 Prozent über den Preisen einer konventionellen Ausführung. Bei der Sanierung von Altbauten liegen die Mehrkosten zwischen 12 und 18 Prozent darüber. Die Amortisationszeit kann unter Umständen mehr als zehn Jahre betragen. Dies hängt von den aktuell nicht vorhersehbaren Energiepreissteigerungen in der Zukunft sowie vom Zinssatz, mit dem die Investition finanziert wurde, ab Die Einsparung bei der Heizenergie gegenüber der konventionellen Bauweise liegt bei ungefähr 75 Prozent.