Die Wärmeleitfähigkeit bzw. die Wärmeleitzahl eines Stoffes gibt an, wieviel Wärmeenergie er durch Wärmeleitung transportieren kann. Die spezifische Wärmeleitfähigkeit ist eine Materialkonstante, die von der Temperatur abhängt. Bei Flüssigkeiten und Gasen ist die Wärmeleitfähigkeit von der Temperatur und vom Druck abhänig. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes ist, umso weniger Wärme kann er transportieren. Wärmedämmstoffe sollten also eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Je größer die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes ist, desto dicker muss die Dämmschicht ausgelegt werden. Die Wärmeleitfähigkeit ist somit ein wichtiges Qualitätskriterium für Baustoffe und Wärmedämmstoffe. Für die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes ist die Dichte und die Feuchtigkeit ein entscheidenter Faktor. Je mehr Poren bzw. Hohlräume ein Baustoff aufweist desto geringer ist seine Währmeleitfähigkeit. Baustoffe mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt besitzen eine hohe Wärmeleitfähigkeit und sind daher als Wärmedämmstoff eher nicht zu empfehlen. Bei der Auswahl von Baustoffen sollte man deshalb darauf achten, dass diese eine geringe Dichte und einen geringen Feuchtigkeitsgehalt besitzen. Um zu verhindern, dass Wärmedämmstoffe durchfeuchtet werden, wird beim Hausbau eine sogenannte Dampfsperre bzw. Dampfbremse eingesetzt.