werden kann. Die Heizkurve verläuft nicht linear sondern leicht gekrümmt. Eine Vorausberechnung der Heizkurve ist kaum möglich, da die Heizkurve von verschidenen Parametern abhängt, die sehr sensibel auf Veränderungen reagieren. Deshalb wird die Heizkurve durch probieren bzw. experimentieren während des Heizungsanlagenbetriebes bestimmt. Die Steilheit der Heizkurve gibt an wie stark sich die Vorlauftemperatur bei steigender oder fallender Aussentemperatur verändert. Eine Paralell- verschiebung beeinflußt das Niveau der Vorlauftemperatur in der Heizkurve. Nachdem die Steilheit der Heizkurve eingestellt wurde, kann es im Winter zu einem Wärmedefizit kommen. In diesem Fall erfolgt eine Paralellverschiebung nach oben, um den Wärmemangel auszugleichen. Gleichzeitig muss eine flachere Heizkurve verwendet werden. Wird zuviel Energie verbraucht, so muss eine Paralellverschiebung der Heizkurve nach unten erfolgen und es muss eine steilere Kurve gewählt werden. Die Nachtabsenkung und die Nachtabschaltung der Heizung beeinflussen auch die Heizkurve. Sowohl Nachtabsenkung als auch Nachtabschaltung bewirken eine Paralellverschiebung der Heizkurve nach unten, wobei die Nachtabschltung eine größere Energieeinsparung mit sich bringt. Auch wenn das Einstellen der richtigen Heizkurve bzw. Heizkennlinie nicht immer einfach ist und relativ viel Zeit in Abspruch nimmt, so lohnt sich diese Arbeit in jedem Fall, da eine korrekt eingestellte Heizkurve Energieverluste mindert und eine bessere Regelung der Raumtemperatur gewährleistet. Somit lässt sich sehr viel Energie sparen. Bei neuen Heizungsanlagen ist eine witterungsgeführte Heizungsregelung vorgeschrieben. Diese Regelung stellt die optimale Heizkurve fast automatisch ein. Bei alten Heizungsanlagen muss die Heizkurve recht aufwendig manuell durch probieren eingestellt werden. Trotzdem ist dieser Aufwand in den meisten Fällen gerechtfertigt, da die eingesparte Energie die Kosten für die Einstellung der Heizkurve relativ schnell amortisiert.